001_LÄNDLICHE RÄUME




Wir betrachten Stadt und Land nicht als Gegensatz.

Durch das vorgefundene Gefüge entsteht ein zusammenhängendes Netzwerk, das als Stadt-Land Kontinuum lesbar ist.


Gleichzeitig sehen wir in diesem Raum das Vorhandensein von komplexen Lebensmilieus, die sich nicht mehr von urbanisierten Räumen unterscheiden lassen.

Gesellschaftliche Veränderungen üben sowohl auf ländliche als auch urbanisierte Räume einen hohen Anpassungsdruck aus. Die sich stetig entwickelnden Räume entsprechen nicht mehr dem tradierten Bild des Ländlichen.

Die Urbanisierungsprozesse stellen die periphere Regionen vor strukturelle Herausforderungen.

Die Qualitäten des ländlichen Raumes betrachtend, formulieren wir spezifische und individuelle Lösungen. Die Potenziale der Orte werden betont und auf die strukturellen Herausforderungen reagiert.




> ländlicher Raum [Ländlicher Raum beschreibt ein wenig verdichtetes Gefüge, dass den verstädterten Räumen sowie den Agglomerationsräumen gegenüber steht. Eine geringe soziale, bauliche und infrastrukturelle Dichte sind bestimmende Parameter. Landwirtschaftliche genutzte Flächen, sowie die Nähe zur Natur sind prägende Faktoren. Thüringen als wenig verstädterte Struktur, ist geprägt von einem Netzwerk, dessen Knotenpunkte unterschiedlich hoch bevölkert, dicht und strukturiert sind. In diesem Gefüge verstehen wir unter dem Ruralen, die Fläche und die Räume die sich abseits
der stark verdichteten Gebiete Jena, Erfurt, Weimar, Gera und Eisenach befinden, also weniger urbanisiert sind. Darüber hinaus bezieht sich unsere Betrachtung weniger auf die Bevölkerungs- und bauliche Dichte, als auf die Beschäftigung mit den strukturellen Herausforderungen von denen sowohl gering als auch stärker urbanisierte Räume betroffen sind]





002__FRAGEN


Wie kann Architektur als verbindender Ort agieren und Orte der Gemeinschaft geschaffen werden?







Wie können Architekturen verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen aufnehmen?






Wie können wir ökologische Dauerhaftigkeit auf mehreren Ebenen behandeln?
> Dichte [Dichte beschreibt die räumliche Häufung einer Charakteristik. Wir unterscheiden zwischen baulicher und sozialer Dichte. Während die bauliche Dichte die materialisiert Masse der Baukörper betrachtet, bezieht sich die soziale Dichte auf das Maß sozialer Interaktion. Diese kann zwar baulich verkörpert werden, bezieht sich jedoch vielmehr auf gesellschaftliche Verbindungen und Netzwerke]



> Strukturwandel [Als regionaler Strukturwandel werden in der Wirtschaftsgeographie Vorgänge bezeichnet, die die Bestandteile und Elemente, die Kompetenzen und Fertigkeiten, die Zusammenhänge der Bestandteile sowie die Infrastruktur eines Raumes verändern. Er verläuft alltäglich, wird aber besonders über einschneidende Zäsuren in der Gestaltung der Struktur sichtbar]




Dauerhaftigkeit [bedeutet, dass die Eigenschaften über eine festgelegte Zeitdauer mit den erwarteten Anforderungen erhalten bleiben und gegen Einwirkungen ausreichend widerstandsfähig sind]










003__METHODE




Durch Rekombination und Überlagerung entstehen Architekturen, welche auf die veränderten Lebensmilieus reagieren und Komplexität einfordern.

Funktionale Bündelung und soziale Mischung generieren robuste Strukturen, die gesellschaftliche Entwicklungen aufnehmen.

Robustheit verstehen wir als Form der Dauerhaftigkeit welche auf mehreren Ebenen behandelt wird - sozial, ökonomisch und ökologisch.

> Synergie [Die Synergie oder der Synergismus bezeichnet das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften im Sinne von „sich gegenseitig fördern“ bzw. einen daraus resultierenden gemeinsamen Nutzen]